Materialien zum Abnehmen und Sichern von Fingerabdrücken gehören zum
Handwerkszeug spezialisierter Detektive. Meist sind es Mitarbeiter von
Detekteien, die zuvor im Polizeidienst gestanden haben, wo sie eine
entsprechende Ausbildung durchlaufen konnten, um auch bei privaten oder
wirtschaftlichen Problemen Fingerabdrücke zu sichern. Als Erfinder der
Personenidentifizierung durch Fingerabdrücke gilt landläufig der britische
Anthropologe Sir Francis Galton.
Die Fingerabdruckkunde heißt im Fachjargon Daktyloskopie (aus dem
Griechischen Daktylos: der Finger, skopein: schauen, betrachten). Ein
Fingerabdruck ist ein Abbild der Pappilarleisten am äußersten Glied eines jeden
Fingers. Die Fingerabdrücke eines jeden Menschen sind dabei unterschiedlich.
Sogar Fingerabdrücke von eineiigen Zwillingen sind nicht gleich. Darum ist der
Fingerdruck ein komplett individuelles und unverwechselbares Erkennungsmerkmal
eines Menschen, der das ganze Leben gleich bleibt. Deswegen sind Fingerabdrücke
als Beweismittel unfehlbar. Durch eine kriminaltechnische Beweismittelsicherung
sichern Detektive Fingerabdrücke, um Täter überführen zu können. Wird ein
Fingerabdruck gesichert, dann ist der Verursacher auch mit dem untersuchten
Gegenstand in Berührung gekommen. Detekteien werden bei verschiedensten Taten
mit der Untersuchung von Fingerabdrücken beauftragt, wenn andere Beweismittel
nicht erlangt werden können. Gründe für die Beauftragung einer Detektei zur
Untersuchung von Fingerabdrücken können sein Diebstahl, Sachbeschädigung,
unerlaubtes Betreten eines Bereiches, anonyme Briefe, Nachweis einer Anwesenheit
einer Person an einem bestimmten Ort und viele andere ungeklärte
Sachverhalte.
Im Anschluss an die Sicherung der Fingerabdrücke erfolgt eine
daktyloskopische Untersuchung mit der Erstellung eines Gutachtens zu den
Fingerabdrücken. Das Fingerabdruckgutachten kann als Beweismaterial auch in
juristischen Verfahren genutzt werden. Wenn Sie einen Detektiv benötigen, der
für Sie Fingerabdrücke sichert und untersucht, dann sollten Sie darauf achten,
dass die notwendige Erfahrung mit dieser Thematik besteht. Eine professionelle
Fingerabdruckuntersuchung bietet die Detektei Condor.
Welche Fingerabdruckmerkmale gibt es?
Grobmerkmale: Schleifen, Bögen, Windungen
Feinmerkmale: Minutien
Porenstruktur
Eine Minutie ist die Endung oder auch eine Verzweigung der Papillarlinien
eines Fingerabdrucks. Diese signifikante Punkte in den Hautrillen sind für jeden
Finger lebenslang unveränderlich und einzigartig. Die Minutienpunkte werden
durch ihre Lage und Richtung beschrieben.
Abhängig davon, auf welchem Material die Fingerabdrücke befindlich sind, muss
der Daktyloskop verschiedene Chemikalien zur Sicherung verwenden. Bei Stoffen,
die keine saugenden Eigenschaften haben, dazu gehören Plastik, Kunstoffe oder
Glas, lassen sich die Fingerabdrücke mit Rußpulver sichtbar machen und mit einer
Klebefolie sichern. Schwieriger ist die Suche und Sicherstellung bei Papier oder
Holz. Hier nutzt der Daktyloskop Chemikalien wie beispielsweise Ninhydrin.Die
Sicherung von Fingerabdrücken mit der Lackfilm-Methode geht übrigens zurück auf
den Geologen Ehrhard Voigt, der sie ca. 1930 erfand, um dadurch Boden- und
Sedimentprofile zu konservieren.
In Deutschland gilt der Spruch des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1952, nach
dem die Beweiskraft der Daktyloskopie-Methode uneingeschränkt anerkannt wird.
Nach deutschem Recht gilt die Identifizierung einer Person als einwandfrei, wenn
zwölf Minutien zwischen zwei Fingerabdrücken übereinstimmen.
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